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NEU-ORGANISATION Altersarbeit Münchenbuchsee

Wie jedes Jahr Mitte Oktober luden die Gemeinde Münchenbuchsee gemeinsam mit dem Seniorenverein und weiteren sozial aktiven Vereinen zum Informationsabend „Leben nach 60“ ein. Die Themen, immer wieder hochbrisant und spannend gestaltet, so zum Beispiel zu Themen wie „Leben mit Demenz“ oder „Pflegende Angehörige“, sprechen immer ein sehr interessiertes Publikum an.

Doch diesmal ist alles ein wenig anders:

„Neu – Organisation Altersarbeit Münchenbuchsee“ 

Mit Spannung wurden Antworten auf brennende Fragen erwartet und entsprechend groß war also auch die Teilnehmerzahl. Schnell füllte sich das Kirchgemeindehaus:

Neuorganisation? Was bedeutet das und gibt es dann die bewährte Vereinsform noch?

Was verbirgt sich dahinter und wie konkret sind die zu erwartenden Antworten? 

Stimmt das, was man so beiläufig hört im Dorf? Und wer schaut jetzt zu uns Älteren und Alten?

 Walter Bandi, Präsident des Seniorenvereins, fasst nach seiner herzlichen Begrüßung nochmals die aktuelle Situation zusammen. Der Seniorenverein agiert ab 01.Januar 2027 nur noch als eingetragener Verein ohne Leistungsauftrag der Gemeinde, kümmert sich auch zukünftig um Altersfragen und organisiert weiterhin Anlässe für die ältere Generation.

Die Gemeinde hat ab 01. Januar 2027 eine 40% Anstellung für eine altersbeauftrage Person bewilligt, die es im laufenden Jahr zu wählen galt. Somit ändern sich wichtige Strukturen, und um diese Neuerungen zu erfahren waren heute Alle gekommen.

Zunächst erging das Wort an Therese Rohrer, Gemeinderätin und DV Soziales. Frau Rohrer beschrieb in einem lebendigen Vortrag die Inhalte einer gelungenen Altersarbeit in Münchenbuchsee.

Es gehe nicht nur darum, etwas für die ältere Bevölkerung zu tun, sondern mit ihnen. Es geht um Selbständigkeit und Informiert- Sein. Es geht um Zusammenarbeit und Soziale 

Teilhabe.  Deren Bausteine sind Beratung, häusliche Sicherheit, Mobilität, Vernetzung, Betreuung und Digitalisierung-

Um all diese wichtigen Bausteine zu verbinden, wird Münchenbuchsee ab dem 01. Januar 2027 also mit der Altersbeauftragten zusammenarbeiten. Ihre zentralen Aufgaben sind die Vernetzung und Vermittlung in seiner ganzen Bandbreite. Eingebunden ist die Gemeinde, sind die Vereine, Institutionen, Freiwillige und Angehörige.

Ja, aber?

Wobei kann sie mich unterstützen? Welche Angebote gibt es? Wo finde ich finanzielle Beratung? Wie kann ich mich engagieren? Wer unterstützt in all den wichtigen Fragen zu meiner alltäglichen Situation? Macht das alles die Altersbeauftragte?

Die Altersbeauftragte baut ihre Aufgabe auf Beziehungen, auf Netzwerken, auf Zuhören und Informieren auf. Sie will nicht nur Probleme lösen, sondern vor allem Probleme vermeiden helfen (Aufsuchende Altersarbeit).

Freiwilligenarbeit erhält einen besonderen Stellenwert. Sie will Menschen mit Lebenserfahrung, Wissen und Engagement ins Boot holen, um gemeinsam Projekte aufzubauen. Verbindungen zu schaffen.

Denn Münchenbuchsee soll ein Ort sein, an dem wir nicht nebeneinander, sondern miteinander älter werden. Danke Therese Rohrer

Ja, und dann stand sie da oben auf der Bühne, jung, empathisch, mit einem strahlenden Lächeln und stellte sich vor.  Melanie Mazenauer, unsere neue Altersbeauftragte.

Melanie Mazenauer kommt aus Mattstetten, ist als Familienfrau mit drei Töchtern unterwegs, Zitat:“ Familienmensch, offen kontaktfreudig, reiselustig (mit Wohnwagen, auf den Ski unterwegs“).

Sie bringt große berufliche Kompetenzen mit, als Pflegefachfrau HF, mit CAS Case Management, CAS-Palliativ Care und sie ist bereits seit 2021 mit großem Engagement als Altersbeauftragte in unseren Nachbargemeinden (Rapperswil, Grossaffoltern und Schüpfen) unterwegs.

Schwerpunkte ihrer Arbeit sind:

  • Alle Fragen rund um die Themen Alter und Freiwilligenarbeit aufnehmen und besonders dessen Koordination zu managen, dazu Informationsveranstaltungen zu ausgewählten Themen organisieren
  • Projektarbeiten, vor allem das Altersleitbild und Konzepte zur Gesundheitsförderung
  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit Fachstellen (z.B. pro Senectute), Netzwerken und vor allem die Zusammenarbeit mit den sozialen Vereinen in Buchsi stärken

Herzlich Willkommen Melanie Mazenauer!

Und es gibt noch weitere gute Informationen.

Die Gemeinde bietet ebenfalls ab 01. Januar 2027 Beratungsstunden der Pro Senectute an. An zwei Tagen pro Monat wird pro Senectute dringende Fragen zur Unterstützung vor Ort beantworten. Margret Streit, Sozialberaterin bei Pro Senectute, konnte uns ebenfalls klar und sachlich die wichtigen Angebote vorstellen.

  • Sozialberatung Finanzen:

Unterstützung zu allen Bereichen rund um Finanzen und Sozialversicherungen 

(u.a. Renten, Ergänzungsleistung, Hilflosenentschädigungen, Budgetberatungen)

  • Sozialberatung Gesundheit:

Fragen zu Entlastung, Hilfsmittel, Fahrdienste, Notruf, Ferienbett, Regelung der Entschädigung für pflegende Angehörige 

  • Sozialberatung Familien und Lebensgestaltung:

Beratung zu familiären Fragen, Informationen zu Kultur und Sport, Vermitteln Besuchsdienst

  • Sozialberatung Wohnen: Beratung zum Wohnen zuhause bis zum Heimeintritt
  • Sozialberatung Rechtsfrage und Erwachsenenschutz, Docupass

Wer, wann und wo wird noch bestimmt werden müssen und wird so bald als möglich bekannt gegeben. Danke Margret Streit!

Abgerundet wurde der Abend mit einem gluschtigen Apéro, wobei die Anwesenden noch mit den Referentinnen oder miteinander ins Gespräch kommen konnten oder im Foyer an den Informationstischen der sozialen Vereine wie Seniorenverein, Forum 60 plus, GFM, sowie der ref. Kirche und Pro Senectute Fragen stellen und auch Anregungen aussprechen konnten.

Ja, es war ein spannender Abend mit vielen wichtigen und beruhigenden Informationen. Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, ein Schritt, dem bereits eine intensive Vorarbeit vorausgegangen ist. Aber er ist gemacht und nun kommt die Zeit der Feinarbeit. Wichtige Gespräche warten auf alle Teamplayer, Absprachen müssen getroffen werden, Bestehendes integriert, Kompromisse gefunden, Ziele gesetzt und vor allem ein stabiles Netzwerk weiter verfeinert oder auch neu aufgestellt werden.

Es braucht Geduld, Offenheit, sicher aber auch die Bereitschaft. loszulassen, um Neues zuzulassen, dort wo es notwendig ist. 

Münchenbuchsee; 22,10,2026 D. Ambrosio / Seniorenverein Münchenbuchsee

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