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NEU-ORGANISATION Altersarbeit Münchenbuchsee, 12. Oktober 2026

Wie jedes Jahr Mitte Oktober luden die Gemeinde Münchenbuchsee gemeinsam mit dem Seniorenverein und weiteren sozial aktiven Vereinen zum Informationsabend „Leben nach 60“ ein. Die Themen, immer wieder hochbrisant und spannend gestaltet, so zum Beispiel zu Themen wie „Leben mit Demenz“ oder „Pflegende Angehörige“, sprechen immer ein sehr interessiertes Publikum an.

Doch diesmal ist alles ein wenig anders:

„Neu – Organisation Altersarbeit Münchenbuchsee“ 

Mit Spannung wurden Antworten auf brennende Fragen erwartet und entsprechend groß war also auch die Teilnehmerzahl. Schnell füllte sich das Kirchgemeindehaus:

Neuorganisation? Was bedeutet das und gibt es dann die bewährte Vereinsform noch?

Was verbirgt sich dahinter und wie konkret sind die zu erwartenden Antworten? 

Stimmt das, was man so beiläufig hört im Dorf? Und wer schaut jetzt zu uns Älteren und Alten?

 Walter Bandi, Präsident des Seniorenvereins, fasst nach seiner herzlichen Begrüßung nochmals die aktuelle Situation zusammen. Der Seniorenverein agiert ab 01.Januar 2027 nur noch als eingetragener Verein ohne Leistungsauftrag der Gemeinde, kümmert sich auch zukünftig um Altersfragen und organisiert weiterhin Anlässe für die ältere Generation.

Die Gemeinde hat ab 01. Januar 2027 eine 40% Anstellung für eine altersbeauftrage Person bewilligt, die es im laufenden Jahr zu wählen galt. Somit ändern sich wichtige Strukturen, und um diese Neuerungen zu erfahren waren heute Alle gekommen.

Zunächst erging das Wort an Therese Rohrer, Gemeinderätin und DV Soziales. Frau Rohrer beschrieb in einem lebendigen Vortrag die Inhalte einer gelungenen Altersarbeit in Münchenbuchsee.

Es gehe nicht nur darum, etwas für die ältere Bevölkerung zu tun, sondern mit ihnen. Es geht um Selbständigkeit und Informiert- Sein. Es geht um Zusammenarbeit und Soziale 

Teilhabe.  Deren Bausteine sind Beratung, häusliche Sicherheit, Mobilität, Vernetzung, Betreuung und Digitalisierung-

Um all diese wichtigen Bausteine zu verbinden, wird Münchenbuchsee ab dem 01. Januar 2027 also mit der Altersbeauftragten zusammenarbeiten. Ihre zentralen Aufgaben sind die Vernetzung und Vermittlung in seiner ganzen Bandbreite. Eingebunden ist die Gemeinde, sind die Vereine, Institutionen, Freiwillige und Angehörige.

Ja, aber?

Wobei kann sie mich unterstützen? Welche Angebote gibt es? Wo finde ich finanzielle Beratung? Wie kann ich mich engagieren? Wer unterstützt in all den wichtigen Fragen zu meiner alltäglichen Situation? Macht das alles die Altersbeauftragte?

Die Altersbeauftragte baut ihre Aufgabe auf Beziehungen, auf Netzwerken, auf Zuhören und Informieren auf. Sie will nicht nur Probleme lösen, sondern vor allem Probleme vermeiden helfen (Aufsuchende Altersarbeit).

Freiwilligenarbeit erhält einen besonderen Stellenwert. Sie will Menschen mit Lebenserfahrung, Wissen und Engagement ins Boot holen, um gemeinsam Projekte aufzubauen. Verbindungen zu schaffen.

Denn Münchenbuchsee soll ein Ort sein, an dem wir nicht nebeneinander, sondern miteinander älter werden. Danke Therese Rohrer

Ja, und dann stand sie da oben auf der Bühne, jung, empathisch, mit einem strahlenden Lächeln und stellte sich vor.  Melanie Mazenauer, unsere neue Altersbeauftragte.

Melanie Mazenauer kommt aus Mattstetten, ist als Familienfrau mit drei Töchtern unterwegs, Zitat:“ Familienmensch, offen kontaktfreudig, reiselustig (mit Wohnwagen, auf den Ski unterwegs“).

Sie bringt große berufliche Kompetenzen mit, als Pflegefachfrau HF, mit CAS Case Management, CAS-Palliativ Care und sie ist bereits seit 2021 mit großem Engagement als Altersbeauftragte in unseren Nachbargemeinden (Rapperswil, Grossaffoltern und Schüpfen) unterwegs.

Schwerpunkte ihrer Arbeit sind:

  • Alle Fragen rund um die Themen Alter und Freiwilligenarbeit aufnehmen und besonders dessen Koordination zu managen, dazu Informationsveranstaltungen zu ausgewählten Themen organisieren
  • Projektarbeiten, vor allem das Altersleitbild und Konzepte zur Gesundheitsförderung
  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit Fachstellen (z.B. pro Senectute), Netzwerken und vor allem die Zusammenarbeit mit den sozialen Vereinen in Buchsi stärken

Herzlich Willkommen Melanie Mazenauer!

Und es gibt noch weitere gute Informationen.

Die Gemeinde bietet ebenfalls ab 01. Januar 2027 Beratungsstunden der Pro Senectute an. An zwei Tagen pro Monat wird pro Senectute dringende Fragen zur Unterstützung vor Ort beantworten. Margret Streit, Sozialberaterin bei Pro Senectute, konnte uns ebenfalls klar und sachlich die wichtigen Angebote vorstellen.

  • Sozialberatung Finanzen:

Unterstützung zu allen Bereichen rund um Finanzen und Sozialversicherungen 

(u.a. Renten, Ergänzungsleistung, Hilflosenentschädigungen, Budgetberatungen)

  • Sozialberatung Gesundheit:

Fragen zu Entlastung, Hilfsmittel, Fahrdienste, Notruf, Ferienbett, Regelung der Entschädigung für pflegende Angehörige 

  • Sozialberatung Familien und Lebensgestaltung:

Beratung zu familiären Fragen, Informationen zu Kultur und Sport, Vermitteln Besuchsdienst

  • Sozialberatung Wohnen: Beratung zum Wohnen zuhause bis zum Heimeintritt
  • Sozialberatung Rechtsfrage und Erwachsenenschutz, Docupass

Wer, wann und wo wird noch bestimmt werden müssen und wird so bald als möglich bekannt gegeben. Danke Margret Streit!

Abgerundet wurde der Abend mit einem gluschtigen Apéro, wobei die Anwesenden noch mit den Referentinnen oder miteinander ins Gespräch kommen konnten oder im Foyer an den Informationstischen der sozialen Vereine wie Seniorenverein, Forum 60 plus, GFM, sowie der ref. Kirche und Pro Senectute Fragen stellen und auch Anregungen aussprechen konnten.

Ja, es war ein spannender Abend mit vielen wichtigen und beruhigenden Informationen. Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, ein Schritt, dem bereits eine intensive Vorarbeit vorausgegangen ist. Aber er ist gemacht und nun kommt die Zeit der Feinarbeit. Wichtige Gespräche warten auf alle Teamplayer, Absprachen müssen getroffen werden, Bestehendes integriert, Kompromisse gefunden, Ziele gesetzt und vor allem ein stabiles Netzwerk weiter verfeinert oder auch neu aufgestellt werden.

Es braucht Geduld, Offenheit, sicher aber auch die Bereitschaft. loszulassen, um Neues zuzulassen, dort wo es notwendig ist. 

Münchenbuchsee; 22,10,2026 D. Ambrosio / Seniorenverein Münchenbuchsee


Bericht zum Informationsabendabend vom 13. Oktober 2025

Demenz geht uns alle an

Am 13.Oktober 2025 fand der jährliche Informationsabend zum Thema «Demenz geht uns alle an» statt. Das Thema, zu dem sich Referenten von Pro Senectute und der Alzheimervereinigung sowie ein Hausarzt äusserten, fand regen Zuspruch. Zum Inhalt verweisen wir auf den ausführlichen Bericht im «Fraubrunner».



Informationsabendabend vom 14. Oktober 2024

Entlastung betreuender Angehöriger

Betreuende Angehörige sind für ältere Menschen unverzichtbar. Doch sind sie für die wichtigen Aufgaben, die sie für unterstützungsbedürftige Menschen übernehmen, auch auf Hilfe angewiesen, etwa wenn es darum geht, sich selbst Sorge zu tragen oder in der Vielzahl von Leistungen das richtige Angebot zu finden.
An der Veranstaltung befassen wir uns mit der Frage, mit welchen Herausforderungen betreuende Angehörige konfrontiert sind und was sie entlastet. Informationen von Frau Prof. Dr. Claudia Michel (Dozentin Institut Alter, Projekt- und Studienleiterin BFH), Frau Regula Roth (Leiterin Infocenter Domicil Bern AG und von Patrick Imhof (Leiter Politik Spitex Schweiz). 

Folien vom Vortrag von Prof. Dr. Claudia Michel  

Bericht über die Veranstaltung von Karin Balmer im Fraubrunner Anzeiger



Informationsabend vom 16. Oktober 2023
Pro Senectute über Vorsorgedokumente

Seit der Revision des Erwachsenenschutzrechts im Jahr 2023 gewähren die Gesetzesgrundlagen mehr Selbstbestimmung im Falle eines Verlustes der Urteilsfähigkeit.  Der Vortrag von Martin Schumacher, Sozialarbeiter FH, Pro Senectute Kanton Bern gab Grundlageninformationen zu Vorsorgeeauftrag, Patientenverfügung, Anordnung für den Todesfall und Testament. Behandelt wurden auch das Einsetzen von Vertretungspersonen, Formvorschriften, Aufbeewahrung, Registration und Inkrafttreten der Verfügungen.

Der Anlass wurde von gut 250 Personen besucht, was den grossen Informationsbedarf aufzeigt.


Informationsabend vom 17. Oktober 2022
Ein Aufruf, angebotene Hilfe anzunehmen

Der traditionelle Informationsabend in der Reihe «Leben nach 60» stellte Leistungen und Kosten der Spitex-Leistungen dar und rief auf, finanzielle Abfederungsangebote zu nutzen. Wer sie bezieht, ist kein Fürsorgefall, sondern jemand, der sein gesetzlich verankertes Recht auf diese Leistungen geltend macht. Finanziert werden sie aus dem Steuertopf und nicht zulasten der Fürsorgeleistungen.

Gleichzeitig wurde aber klar, dass das System der angebotenen Hilfe für Laien schwer zu überblicken ist. Eine erste Übersicht gibt der von der Gemeinde Münchenbuchsee in Zusammenarbeit mit dem Seniorenverein publizierte «Wegweiser». Dort finden sich Verweise auf Adresse und Angebote für Seniorinnen, Senioren und deren Angehörige.

Es lohnt sich auf jeden Fall abzuklären, ob man persönlich ein Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (EL) sowie auf vergütbare Krankheits- und Behinderungskosten im Rahmen der EL hat. Die Gemeindeverwaltung gibt gerne kompetente Auskunft.


Informationsabend vom 18. Oktober 2021
«Sicher im Alltag» - Gefahren erkennen und sicher reagieren

Ein äusserst zahlreiches Publikum verfolgte an diesem unterhaltsam gestalteten Anlass die Tipps für sicheres Gehen und zum Vermeiden von Diebstählen ausserhaus. Es referierten Chantal Galliker von Pro Senectute Kanton Bern (Zwäg im Alter) und Simone Allemann von der Kantonspolizei Bern. Das mögliche Fehlverhalten am Bancomaten und im Restaurant wurden anschaulich inszeniert von der Theatergruppe des Forums 60 plus.


Informationsabend vom 19. Oktober 2020

Der Informationsabend musste coronabedingt leider abgesagt werden.


Informationsabend vom 21. Oktober 2019:
«Zunenang luege»

Der diesjährige Informationsabend in der Reihe «Leben nach 60» ist dem Thema «sorgende Gemeinschaft» oder auf Berndeutsch übersetzt «Zunenang luege» gewidmet. Das Thema ist alt, die Idee der «sorgenden Gemeinschaft» stellt sich aber angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in neuer Weise. Unsere Gesellschaft altert, die Lebensstile werden vielfältiger und individueller, die Familien verändern sich. Unter diesen Bedingungen ist «Zunenang luege» alles andere als selbstverständlich. Hier kann die Arbeit von Freiwilligen ergänzend zu den professionellen Angeboten ein sinnvolles Tätigkeitsfeld eröffnen. An der Veranstaltung wollen wir klären, was unter «sorgender Gemeinschaft» zu verstehen ist und wie die Idee sinnvoll umgesetzt werden kann. Wir werden von den Erfahrungen von Jegenstorf hören. Und wie geht Münchenbuchsee mit diesem Thema um, was gibt es hier bei uns noch zu tun?

Möchten Sie sich engagieren oder informieren?

Nehmen Sie ganz einfach Kontakt mit uns auf. Wir geben Ihnen gerne Auskunft.

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Seniorenverein Münchenbuchsee

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